Zuwachs @ Konzeptjäger (11)

Herzlich Willkommen, Heinrich, bei den Konzeptjägern!

http://hhaferfeld.konzeptjäger.de

Dein lesenswerter Essay "Kunst und Pseudokunst" ist bereits online und kann hier im Blog ausgiebig kommentiert und diskutiert werden.

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Kommentare: 3
  • #1

    Konrad Jaeger (Donnerstag, 14 Mai 2015 21:05)

    Es gibt eine erste Reaktion auf Haferfelds Kunst-Text via Facebook:

    http://fs2.directupload.net/images/150514/z5xtbf47.png

    (anonymisierter Screenshot)

  • #2

    Konrad Jaeger (Donnerstag, 21 Mai 2015 11:55)

    Ein weiterer kontroverser Text von Heinrich Haferfeld zum Thema Waffenbesitz ist nun verfügbar:

    "A gun in the hand is better than a cop on the phone"

    Link: http://konzeptjaeger.jimdo.com/literatur-text/heinrich-haferfeld/a-gun-in-the-hand/

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    Mein Kommentar:
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    Ist eine Waffe in der Hand (manchmal) besser als ein Polizist am Telefon?

    Nun, aufgrund eines eigenen, einschlägigen Erlebnisses vor ein paar Jahren bin ich inzwischen geneigt, dieser These des Autors zuzustimmen (vor diesem Erlebnis hätte ich vermutlich eher verneint):

    Ich wurde durch einen mir körperlich überlegenen jungen Mann, der seine Gefühle nicht unter Kontrolle hatte, bedroht (der Anlass ist hier nicht von Interesse, war jedoch, soviel sei verraten, völlig nichtig, ein "falscher" Blick genügte).

    Da umherstehende Passanten zwar interessiert gafften, aber keine Anstalten machten mir irgendwie beizustehen, rief ich die Polizei zur Hilfe. Die bequemte sich aber zu meiner Empörung keineswegs, vielleicht doch mal zur Prävention einer Körperverletzung auszurücken. Für "solche Fälle sei momentan keine Streife frei" und "ich solle doch einfach weggehen, dann passiere schon nichts" so der gelangweilt klingende Beamte am Telefon. Meine nochmalige nachdrückliche Bitte, doch jemanden vorbeizuschicken, brachte Nichts.

    Hätte ich mir in dieser Situation eine Waffe (vielleicht nicht unbedingt eine Schusswaffe, aber doch etwas Wirksames, um den Angreifer auf Abstand zu halten) gewünscht? Ganz sicher! Die Illusion, dass der Staat durch seine Polizeikräfte auch mich quasi tagtäglich wirksam schützen kann, fiel damals schlagartig von mir ab. Dieses Sicherheitsgefühl, oder sollte ich besser sagen diese Form der Naivität, kehrte nie wieder zurück.

    Heinz Haferfeld spricht in seinem Text von "wünschenswerten Tötungshandlungen" wenn ein gepeinigtes Opfer seinen Peiniger tötet. Ich halte diese Formulierung für sehr unglücklich gewählt. Denn auch wenn eine solche Handlung ohne Zweifel moralisch gerechtfertigt ist und Verständnis oder gar Genugtuung bei Beobachtern auslöst, so ist es doch niemals wünschenswert, sondern immer nur notwendiges Übel, ein allerletztes Mittel, wenn keine anderen Optionen mehr verfügbar sind, um das eigene Leben oder das anderer bedrohter Menschen zu retten.

  • #3

    Heinrich Haferfel (Donnerstag, 21 Mai 2015 16:56)

    Wünschenswert ist eine solche Tötungshandlung insofern, als sie ja eine von zwei Alternativen darstellt: Entweder der Mörder führt seine Ermordung des unschuldigen Opfers durch oder er wird durch seine eigene Tötung daran gehindert.

    Dritte Möglichkeiten sind häufig unrealistisch und außerdem verschieben sie das Problem ja nur vom gegenwärtigen zum nächsten Opfer des jeweiligen Täters.

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