DIESE SEITE WIRD DERZEIT AKTUALISIERT UND ÜBERARBEITET.

Interview: Elke Marleen Schumacher

Wie bist Du ganz persönlich zur Musik gekommen und warum hast Du Dich für den Gesang entschieden, statt ein Musikinstrument zu erlernen?

 

Ich habe schon als junges Kind vor mich hingesungen. Und als Jugendliche habe ich mich heimlich mit einer Freundin bei ihr zu Hause zum Üben getroffen. Aber das richtige Aha-Erlebnis kam als ich mit etwa 16/17 einen kleinen Kassettenrecorder in die Hand bekam und zum ersten Mal meine Stimme aufnahm. Ich sang etwas von Janet Jackson und befand es für ganz hübsch. Ab da hatte ich Feuer gefangen. Ich habe mit etwa 19 und einige Jahre später immer wieder versucht, Klavier zu lernen, leider ohne Erfolg. Seit etwa 1 1/2 Jahren nehme ich aber an einem VHS-Kurs für Ukulele teil.

Warum ausgerechnet dieses Genre, was fasziniert Dich speziell an dieser Musikrichtung? Spielt vielleicht die Lust an der Nostalgie, das romantische Schwelgen im Glanz vergangener Zeiten eine Rolle?

Ich habe viele Musikrichtungen ausprobiert: Pop, R N B, Rockabilly. Jazz war eine Herausforderung, diese Mischung aus Zurückhaltung und völliger Hingabe faszinierend. Jazz verlangt von Dir, dass Du mit wenig, präzise gesetzten, fein nuancierten Tönen viel ausdrückst; anderseits auch in der Lage bist zu improvisieren, um mehr aus der Basis des Songs zu machen, als ursprünglich vorhanden.

Wie kam es zur Gründung der EMS Jazzband, wie habt Ihr Euch gefunden?

Ich habe im Internet speziell über Facebook annonciert, und teilweise kannte der eine den anderen. So haben wir uns kennengelernt.

Gibt es Ambitionen über das präsentieren von Cover-Songs hinaus, oder liegt das produzieren eigener Lieder nicht in Eurem Fokus?

Mit der EMS-Band werden erstmal vorrangig Jazzstandards interpretiert. Im Jazz covert man in dem Sinne nicht. Man fügt sich in einen Evergreen, Klassiker ein und erfindet ihn für sich neu. Das ist die Kunst dabei. Ich hätte auch Lust eigene Sachen mit der Band zu machen, wir wohnen aber zu weit auseinander und sind Berufsmusiker. Insofern wird das in diesem Projekt kaum möglich sein.

Was hälst Du ganz persönlich von den diversen Casting-Shows im Fernsehen in denen ganze Legionen von Bewerbern medial verwurstet werden, um inflationär jedes Jahr aufs neue einen "Superstar" oder ein "Supertalent" auszurufen? Unter welchen Umständen würdest Du Dich als Sängerin bei einer dieser Shows bewerben?

Für mich persönlich sind diese Castings-Shows nichts. Da wird mit den Träumen junger, naiver Menschen Geld gemacht. Man kann nicht einfach einen Superstar basteln. Es geht bei diesen Sendungen weniger um die Persönlichkeit der Teilnehmer, als um Marketing und Profit. Um seriös zu bleiben würde ich keinesfalls dort auftreten.

Euer letzter Auftritt fand im Februar im Bunker Ulmenwall in Bielefeld statt. Wo kann man Euch als nächstes erleben und welche Zielsetzungen hat die Band für 2015?

Momentan werden wir von Martin Keller (Event & Partners) gemanagt. Es befindet sich alles noch in der Akquise, wir hoffen jedoch auf eine baldige Buchung. Ansonsten kann es gut möglich sein, dass nochmal was in Bielefeld stattfindet.

Welche Musiker haben Dich am stärksten inspiriert bzw. wen könntest Du als Vorbild nennen, wenn Du eine persönliche TOP 3 aufstellen würdest?

Am stärksten inspiriert haben mich Michael Jackson und Barbra Streisand, aber ich finde viele Künstler gut. Insofern gefällt mir dies bei dem einen, das bei dem anderen. Momentan fasziniert mich Jarle Bernhoft.

Kommentare zum Interview können im Blog abgegeben werden.

© Elke Marleen Schumacher 

Flag Counter